RTL Television
Nach anfänglichen Schwierigkeiten schaffte es RTL Ende der 1980er Jahre sich durchzusetzen. Im Jahre 1993 hatte RTL seinen bisher höchsten Marktanteil; im selben Jahr wurde der Sender auch erstmals Marktführer (und war der größte Werbeträger Europas). Dies blieb er bis 1997. Auch 1999 und 2001 bis 2003 wurde der Sender Marktführer. In den Folgejahren konnte der Sender seine führende Marktstellung jedoch nicht behaupten und verlor kontinuierlich in der Zuschauergunst. Im Jahr 2006 rangierte RTL hinter dem Ersten, dem ZDF sowie den Dritten Programmen auf dem vierten Platz. Lediglich in der sogenannten werberelevanten Zielgruppe der 14–49-Jährigen konnte RTL seine Marktführerschaft aufrechterhalten. Seit Dezember 2006 übertrug RTL Zusatzinformationen zum laufenden Programm über blucom, bis zu dessen Einstellung 2009. Neben dem bisherigen analogen und digitalen Programmangebot betreibt RTL auch die vier Spartenkanäle RTL Crime, RTL Living und Passion und Geo Television, die gegen Gebühr via Kabel und Satellit zu empfangen sind. Darüber hinaus bietet RTL sein Programm seit dem 1. November 2009 hochauflösend über die kostenpflichtige Plattform HD+ des Satellitenbetreibers SES Astra an. Seit Anfang 2010 kann man die hochauflösenden Programme auch über einige Kabelnetze empfangen. Einen Termin für die Abschaltung der bisherigen analogen und digitalen Programme gibt es nicht. RTL hat die digitale Ausstrahlung mit Schweizer Werbefenster, RTL CH, über den Satelliten Hot Bird 13,0° Ost zum 1. Januar 2007 eingestellt, die Ausstrahlung wurde Anfang 2008 jedoch wiederaufgenommen. Während der WM 2010 wurde eine temporäre Verschlüsselung aufgeschaltet, die nach der WM wieder deaktiviert wurde. RTL CH ist mittlerweile nicht mehr über Hotbird empfangbar, sondern nur noch über Astra 19.2°Ost. Über Kabelfernsehen (DVB-C) war das Programm ausschließlich gegen eine Digitalgebühr zu sehen, jedoch wurde diese ab dem 3. April 2013 vom Bundeskartellamt für SD-Sender untersagt. Über DVB-T wurde das Programm in den Regionen Leipzig und Stuttgart bis zum 31. Dezember 2014 über die Viseo+-Plattform grundverschlüsselt, aber kostenlos angeboten.